Die Leseflaute hat ein Ende!

Eben noch hatte ich hier über den Überfluss an Büchern und meine dadurch ausgelöste Leseflaute berichtet.

Tut gut, wenn man einfach mal ausspricht, was einem auf der Seele liegt! So stand ich also, durch mein "Geständnis" erleichtert und doch noch recht zweifelnd, vor den Bücherstapeln in meinem Wohnzimmer und liess den Blick darüber schweifen. Zugegebenermassen eigentlich aus dem Grund, das ich schauen wollte, ob ich mir per rebuy vielleicht noch etwas Luft verschaffen kann.

Mein Blick fiel auf " Wolfsschlucht" von Andreas Föhr, das hier schon recht lange vor sich hin SuBt.  Ich las den Klappentext, die ersten paar Seiten....und ein paar mehr....und langsam wurde es dunkel...und immer später...

Die Leseflaute war beendet, es gab wieder ein Buch, das ich nicht weglegen mochte. Hurra!

 

Wolfsschlucht

Taschenbuch
395 Seiten
14,99 €
ISBN 978-3-426-51794-8
Knaur Verlag

Klappentext:

 

Ende April am Tegernsee: Kommissar Clemens Wallner ermittelt in gleich zwei mysteriösen Fällen: Ein Bestattungsunternehmer versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall, während gleichzeitig eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf im Gebirge gefunden – aufgespießt von einem Maibaum. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass beide Ereignisse auf eigenartige Weise zusammenhängen – und dass bei beiden Wallners anarcho-bayerischer Kollege Leonhardt Kreuthner seine Finger im Spiel hat, dem diesmal ein genialer Plan für einen Maibaumklau aus dem Ruder gelaufen ist.

 

Meine Meinung:

 

Dieses Buch war wirklich das pure Lesevergnügen.

Das erste Kapitel lockte mit Spannung. Eine verletzte Frau, eine Hexe, eine Entführung.

Dann lernt man in der Mangfallmühle, einer Kneipe, einige herrlich skurrile urbayrische  Charaktere kennen. Unter ihnen Kreuthner, der eigentlich das Auge des Gesetzes ist- selbiges aber auch ganz gerne mal zudrückt. Die in der Mangfallmühle stattfindende Gerichtsverhandlung- angeklagt ist Scheffler, der örtliche Bestattungsunternehmer, wegen wiederholten Erzählens langweiliger Geschichten- hat mich wirklich sehr erheitert. Und ließ ahnen, das ich hier keinen simplen Krimi in der Hand hatte.

 

Die Geschichte ist durchgehend spannend, man rätselt bis zum Ende, wer da nun was und warum. Aber auch die humorige Seite kommt nicht zu kurz. Die Charaktere sind so herrlich eigen und echt und unperfekt, wie im richtigen Leben. Wallners Grossvater habe ich so ins Herz geschlossen! Als er mit seinem Elektromobil... nein, ich spoilere nicht, lest selbst!

Aber auch auf der ernsten Seite der Geschichte habe ich nix zu meckern, alles ist für mich schlüssig und passt, ich kann mich in die Menschen und ihre Geschichte hineinversetzen.

Ich kann das Buch wirklich nur wärmstens empfehlen. Wer nichts gegen eine Portion Humor hat, beim Lesen auch gerne mal laut lacht, einen spannenden Krimi mag, der bis zum Ende fesselt- der ist hier absolut gut bedient.

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